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Fachliteratur

Fachliteraturhinweise 2012 Thema Deponien, Deponietechnik

über DeponieÜbersicht zu Fachliteraturhinweisen in anderen Jahren

Gerhard Rettenberger

Internationale Deponietechnik - ein Bericht über das 13. Symposium "International Waste Management and Landfill Symposium" in Sardinien 2011 - Teil 2

Müll und Abfall 2012 / Heft 4

In diesem Teil 2 des Berichtes werden folgende Themenbereiche behandelt:

9. Materialien von Methanoxidationsschichten

10. Semi-Aerobe Deponien

11. Deponieabdichtungssysteme

12. bepflanzete Abdeckungsschichten

13. Sickerwasserreinigung: Biologische Verfahren

14. Deponiebelüftung

15. Deponienachsorge

16. Klimaschädliche Gase

Mitglieder der International Waste Working Group (www.iwwg.eu) haben freien Zugriff auf die pdf-Dateien der Procedings

Marion martienssen und Rolf Schulze

Langzeituntersuchungen zum Einsatz von Rekultivierungs-/ Methanoxidationsschichten auf Hausmülldeponien

Müll und Abfall 2012 / Heft 4

Berichtet wird über die Ergebnisse eines Pilotprojektes in Sachsen-Anhalt:

"Die nunmehr vorliegenden Resultate belegen, dass durch geeignete Materialien und konstruktive Maßnahmen eine effektive Methanoxidation von bis zu 4,5 L Methan / m² * h auch unter Winterbedingungen erreicht werden kann. Als qualitätsbestimmende Größen für die Leistungsfähigkeit der Methanoxidation erwiesen sich dabei neben einer hinreichenden Nährstoffbereitstellung vor allem die Durchlässigkeit und die Wasserhaltekapazität der eingesetzten Materialien. Besonders nachteilig für die Leistungsfähigkeit der Methanoxiddationsschicht ist offensichtlich jede Art von Verdichtung. Die Verdichtung der Abdeckschichten führt nicht nur zu einer Austrocknung der Methanoxidationschicht und in Folge zu erheblichen Beeinträchtigungen der Methanoxidation, sondern auch zu massiven Verlusten an Humus und Nährstoffen, insbesondere Stickstoff."

[Nicht nur ich frage mich, ob die erwünschten Methanoxidationsschichten in der Praxis überhaupt hergestellt werden können; bzw. wenn sie denn wie gewünscht hergestellt wurden, ob sie dann auch über viele Jahre in dem gewüschten Zustand erhalten bleiben? Siehe u. a. auch Egloffstein, Burkhardt: Nachnutzungskonzepte für Deponien - Vereinbarkeit mit den Anforderungen der DepV, insbesondere an rekultivierungsschichten. In: Zeitgemäße Deponietechnik 2012 - Strategien für Deponien in der Stilllegungs- und Nachsorgephase; Martin Kranert (Hrsg.) Stuttgarter Berichte zur Abfallwirtschaft, März 2012, Band 104]

Thomas Egloffstein und Gerd Burkhardt

Nachnutzungskonzepte für Deponien - Vereinbarkeit mit den Anforderungen der DepV, insbesondere an Rekultivierungsschichten.

In: Zeitgemäße Deponietechnik 2012 - Strategien für Deponien in der Stilllegungs- und Nachsorgephase; Martin Kranert (Hrsg.) Stuttgarter Berichte zur Abfallwirtschaft, März 2012, Band 104. ISBN 978-3-8356-3313-1
und
In: Tagungsunterlagen zur 8. Leipziger Deponiefachtagung.
Der Beitrag steht hier als pdf-Datei zur Verfügung:
http://www.leipziger-deponiefachtagungen.de

K. Nagel und M. Schmerbeck

Leitfäden zum Deponiebetrieb

In Stuttgarter Berichte zur Abfallwirtschaft, März 2012, Band 104: Zeitgemäße Deponietechnik 2012. > mehr unter Fachliteratur Abfallrecht > Abfallrecht 2012

[Handlungshilfen Baden-Würtemberg zur praktischen Umsetzung des Deponierechts]

BMBF

r ³ – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz– Strategische Metalle und Mineralien Informationspapier zum Forschungs- und Entwicklungsbedarf der gleichnamigen BMBF-Fördermaßnahme

Wenn Sie wissen wollen was das BMBF zum Thema forschen lässt, und nicht lange suchen wollen, dann gehen Sie zu http://www.bmbf.de/de/suche.php?q=r3&x=0&y=0 und suchen dort nach dem Dokument mit dem einprägsamen Namen " Microsoft Word - 101210_BMBF_r3.doc ", das aber eine pdf-Datei ist, mit dem Titel "". Der einprägsame Name stammt aus den Eintragungen in den Dokumenteneigenschaften der pdf-Datei, die natürlich kennwortgeschützt ist. Man kann also keine einzelnen Seiten entnehmen, aber immerhin einzelne Seiten drucken. Ab Seite 63 finden Sie dann auch was hier interessiert: "2.2.b Gewinnung von Wertstoffen aus dem Rückbau von Altdeponien und Hüttenhalden sowie aus Verbrennungsrückständen"

Jürgen Schmid

Der Solarpark auf dem Müllberg wird immer beliebter - auf sensiblem Terrain

Entsorga-Magazin 3/2012

Berichtet wird im wesentlichen über Gründungsschwierigkeiten und -lösungen. Siehe auch www.aquasoli.com und www.bftec.de

Anonym

Eine der größten Deponie-Solaranlage in Deutschland ging ans Netz: Schwierige Geologie

Entsorga-Magazin 3/2012 S. 48

Auf der Deponie "Matthiasgrube", Schwandorf (Oberpfalz, Bayern). Errichtet von der Ostbayerischen Verwertungs- und Energieerzeugungsgesellschaft mbH (OVEG). Im Betrieb seit 1. Sept. 2011. Aufgrund der geotechnischen Gegebenheiten mussten Betonstreifenfundamente verwendet werden. Mehr unter http://www.z-m-s.de und http://www.roedl.de.

Heinz-Ulrich Bertram

Ist eine Null-Abfallgesellschaft erstrebenswert?

Recycling und Rohstoffe Bd. 5. Karl J. Thomé-Kozmiensky, Daniel Goldmann.– Neuruppin: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky, 2012 ISBN 978-3-935317-82-5 (Bestellungen über http://www.vivis.de

als pdf verfügbar mit freundlicher Genehmigung von Prof. Thomé-Kozmiensky

Gerhard Rettenberger

Rohstoffpotential in Deponien

Recycling und Rohstoffe Bd. 5. Karl J. Thomé-Kozmiensky, Daniel Goldmann.– Neuruppin: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky, 2012 ISBN 978-3-935317-82-5 (Bestellungen über http://www.vivis.de

als pdf verfügbar mit freundlicher Genehmigung von Prof. Thomé-Kozmiensky

Thomas Pretz und Andrea Garth

Sortierung von abgelagerten Abfällen

Recycling und Rohstoffe Bd. 5. Karl J. Thomé-Kozmiensky, Daniel Goldmann.– Neuruppin: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky, 2012 ISBN 978-3-935317-82-5 (Bestellungen über http://www.vivis.de

als pdf verfügbar mit freundlicher Genehmigung von Prof. Thomé-Kozmiensky

Klaus Fricke, Kai Münnich, Christof Heußner, Burkart Schulte und Sebastian Wanka

Landfill Mining – ein Beitrag der Abfallwirtschaft für die Ressourcensicherung–

Recycling und Rohstoffe Bd. 5.Karl J. Thomé-Kozmiensky, Daniel Goldmann.– Neuruppin: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky, 2012 ISBN 978-3-935317-82-5 (Bestellungen über http://www.vivis.de

als pdf verfügbar mit freundlicher Genehmigung von Prof. Thomé-Kozmiensky

Anonym

Cutting Carbon Emissions with Coal Ash

Waste management World January-February 2012 p 48/49 . This artcile is on-line Please visit www.waste-management-world.com

"Around the world the problem of continued methane emissions from historic landfill sites is a common one. However one UK company is well on the way to realising a novel approach to capping such sites that would make use of coal ash, an abundant industrial waste, generate heat and electricity, treat biowaste and cut green house gas emissions. Ben Messenger finds out more." Geben Sie in die Suchmaschine von Waste management world ein "cutting carbon".

[Tolle Idee: Asche aus Kohlekraftwerken, versetzt mit Kalk, zu einer zemnetartigen Oberflächenabdichtung machen]

Dr. Werner Müller, Dr. Karl Biedermann, Dr. Bernd Engelmann, Andreas Wöhlecke.

Das Zulassungsverfahren für Geokunststoffe im Deponiebau

In: Müll und Abfall 2012/Heft 2

Aus der Schlussbemerkung: "Die Anforderungen der DepV an die Verwendung von Geokunststoffen im Deponiebau müssen umgesetzt werden. Ein beträchtliches Pensum wurde in den letzten beiden Jahren geschafft. Für fast alle Anwendungen stehen zugelassene Produkte zur Verfügung. Zulassungsrichtlinien geben die erforderlichen Hinweise zum Einbau. ... "

Dr. Karl Biedermann (BMU)

Deponien haben Zukunft (Editorial)

Müll und Abfall 01/2012

Endlich: Light at the End of the Pipe!
Deponien als unverzichtbare Schadstoffsenke einer verantwortlichen, ökologischen und ökonomischen Kreislaufwirtschaft. Deponien als potenzielle Sekundärrohstofflager. "Allein schon auf Grund der Erhaltungssätze der Physik, d. h. auf makroskopischer Ebene, der Hauptsätze der Thermodynamik, ist die Realisierung der Vision einer "Null-Abfall-Gesellschaft", bei der keine Abfälle zur Beseitung anfallen sondern alles hundertprozentig recycelt wird, nicht möglich. Das wäre auch ökologisch nicht sinnvoll. Nach dem vom 'Abfallrecht vorgegebenen Grundpflichten der "ordnungsgemäßen" und "schadlosen" Verwertung von Abfällen ist die Ausschleussung von Schadstoffen bzw. von nicht schadlos verwertbaren Abfällen aus dem WErtstoffkreislauf zwingend erforderlich."

Biedermanns Worte ins Ohr der sogenantten Umweltschutzverbände. Und: Trotz aller Sympathie für Deponien - auch die Abfallverbrennung kann manchmal vernünftig sein.

Prof. Dr. Gerhard Rettenberger

Internationale Deponietechnik - Ein Bericht über das 13. Symposium "Internationale Waste Management an Landfill Symposium" in Sardinien 2011 - Teil 1

Müll und Abfall 01/2012

Eine qualifizierte Zusammenfassung der mehr als 600 Beiträge des Symposiums war dem Autor nicht möglich. Deshalb konzentrierte er sich auf das Thema "Deponie(gas)technik".

Und mir ist es nicht möglich, die Ausführungen Rettenbergers zusammenzufassen. Lesen Sie deshalb seine Veröffentlichung selbst. Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit sich die CD mit den Langfassungen der Tagungsbeiträge von einem der Teilnehmer zu besorgen, und zu .... .

Dr. Werner. Müller (BAM), Dr. Karl Biedermann (BMU), Dr. Bernd Engelmann (UBA), Andreas Wöhlecke (BAM)

Geokunststoffe in der Deponietechnik im Licht der neuen Deponieverordnung

Müll und Abfall 01/2012

Die Deponieverordnung 2009 regelt im Anhang 1 den Einsatz von Geokunststoffen in Deponieabdichtungen. Darin wird festgelegt, dass die Abdichtungsprodukte mindestens 100 Jahre funktionstüchtig bleiben müssen. Grundsätzlich kann der Nachweis durch Vorlage einer Zulassung der BAM geführt werden. "Es gibt jedoch noch zwei ander Möglichkeiten: eine Deklaration auf der Grundlage einer geeigneten, harmonisierten europäischen Spezifikation und die Genehmigung im Einzelfall, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Letzteres gilt nur für ausländische Produkte." Diese etwas komplizierten rechtlichen Vorgaben werden in dem Beitrag diskutiert.

Aus der Schlussbemerkung: "Es spricht vieles dafür, dass im Deponiebau daher in den nächsten Jahren praktisch wohl nur BAM-zugelassene Geokunststoffprodukte eingesetzt werden."

Dr. Karl Biedermann (BMU), Dr. Bernd Engelmann (UBA)

Weiterentwicklung der Deponieverordnung

Müll und Abfall 01/2012

"Eine Stellungnahme der EU-Kommission vom Januar 2009, Anforderungen des Binnenmarktes und der Warenverkehrsfreiheit in der Deponieverordnung korrekt umzusetzen, machte eine Änderung der Deponieverordnung von 2009 erforderlich. Dem wurde durch die Neuaufnahme einer Gleichwertigkeitsklausel für den Nachweis der Eignung von Materialien, Komponenten und Systeme für Deponieabdichtungen aus anderen Mitgliedstaaten der EU, der Türkei oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den europäischen Wirtschaftsraum nachgekommen. Bisherige Vollzugserfahrungen in den Ländern zeigten weiteren Anpassungsbedarf, wie z. B. bei den Anforderungen an die Abfallablagerung in Untertagedeponien oder bei der auslegungsfesten Formulierung der Anforderung an die Stabilisierung von Abfällen. Daneben betreffen zahlreiche Änderungen überwiegend redaktionelle, klarstellende oder aktualisierende Anpassungen, wie z. B. bei den Untersuchungs- und Analysenmethoden. Die Änderungsverordnung zur Deponieverordnung trat am 1. Dezember 2011 in Kraft."

  • Erste Verordnung zur Änderung der Deponieverordnung (DepV) vom 17. oktober 2011, erschienen am 20.10.2011 (BGBl. I S. 2066)
    eine nicht amtliche Lesefassung ist zu finden unter: http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/abfallrecht/national/doc/46734.php
  • Verordnung zur Vereinfachung des Deponierechts vom 27.04.2009; Artikel 1 Verordnung über Deponien und Langzeitlager (Deponieverordnung - DepV), BGBl. I, Nr. 22 S. 900. 29.04.2009. zuletzt geändert durch Artikel 5 Absatz 11 der Verordnung vom 26.11.2010, BGBl. I S. 1643

[War das Deponierecht vor der "Vereinfachung" wirklich noch unübersichtlicher? Es scheint wie mit den Schulreformen: nach jeder Verbesserung bzw. Reform wird es schlimmer.]

Dr. Kai-Uwe Heyer, Dr. Karsten Hupe, Pof. Dr. Rainer Stegmann , Michael Weber, Johannes Schumacher

Verbesserung des Deponieverhaltens zur Stilllegung der Zentralen Mülldeponie Mechernich

Müll und Abfall 01/2012

Lesenswert, weil es einen Einblick in die Praxis der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Stilllegung von Deponien gibt.

Beschrieben werden u.a. folgende Maßnahmen und erreichte Ergebnisse:

  • Durch temporäre Oberflächenabdichtungen kann die Sickerwasseranfall um etwa 50% reduziert werden.
  • Sickerwasserinfiltration und Ertüchtigung des Deponiegaserfassungssystems kann der Gaserfassungsgrad und die Verstromung um etwa 30% gesteigert werden.
  • Die daraus erzielten Erlösen kann der Deponiebetreiber für ohnehin erforderliche Stilllegungsmaßnahmen verwenden.
  • Nach Abschluss der Gasverwertungsphase soll durch Deponiebelüftung Voraussetzungen zur Verkürzung der Nachsorgephase geschaffen werden.
  • Für die Böschungsbereiche und den Kuppenbereich werden zwei unterschiedliche Oberflächenabdichtungssysteme gewählt, die "als standortangepasst" und kosteneinsparend bezeichnet werden.

"Das Vorgehen bietet sich daher für viele Siedlungsabfalldeponien an" schreiben die Autoren. Dem kann man eigentlich nicht widersprechen.

Stegmann, Rettenberger, Fricke, Heyer (Hrsg.)

Deponietechnik 2012

Hamburger Berichte 37 Abfallressourcenwirtschaft, Technische Universität Hamburg, Verlag Abfall aktuell, ISBN 978-3-981 2867-6-2

Inhaltsverzeichnis

Albers, Jost

Die sichere Deponie - Sicherung von Deponien und Altlasten mit Kunststoffen (2012)

Veröffentlichung im Tagungsband durch SKZConSem GmbH nach der Tagung

Inhaltsverzeichnis Vorträge als pdf unter http://www.akgws.de > Tagungen > Die sichere Deponie

Kranert

Zeitgemäße Deponietechnik 2012 - Strategien für Deponien in der Stillegungs- und Nachsorgephase

Das Vertieferseminar findet am 15. März 2012 am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft statt. findet am 15. März 2012 am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft statt.

Programm siehe hier


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04.05.2012